Der Name Philippine

motiv_name_philippineDass jedes Kind einen Namen haben muss, sagt schon ein altes Sprichwort. Dass auch jedes Unternehmen einen Namen haben muss, sagen die Behörden.  
Was heute für uns selbstverständlich ist, war nach dem Krieg im Jahr 1948 noch ganz anders. Damals nämlich unterlagen Neugründungen der Genehmigung der Besatzungsbehörden und die hätten dem Vorhaben unserer Gründer nicht zugestimmt. Es musste also ein anderer Weg gefunden werden.

Ein  existierender nicht genutzter Firmenmantel mit Namen musste her. Die Lösung: Bereits seit 1873 gab es  ein Bergbauunternehmen, das Schürfrechte in der Eifel besaß, seinen Geschäftsbetrieb allerdings nicht mehr ausübte: die Gewerkschaft Philippine.

Am 18. April 1948 erwarb Felix Eckhardt lt. notariellem Protokoll jenen alten Firmenmantel und am 1. Juli desselben Jahres erfolgte die offizielle Gründung. Die Gewerkschaft Philippine (neu) war geboren.

Musste  man bei der Findung des Firmennamens – wie beschrieben – noch den ein oder anderen Umweg gehen, war die Änderung  von einer Gewerkschaft in ein Kunststoffwerk Philippine eine Entscheidung ganz anderer Art.

Während im Ruhrgebiet die Firmenbezeichnung in der gesellschaftsrechtlichen Form einer Gewerkschaft durch den Bergbau etwas Vertrautes war, verbanden die Menschen im Rheinland, wohin die junge Firma Anfang der 1950iger Jahre umgezogen war, mit dem Wort Gewerkschaft die „soziale Organisation“. Die Folge war, dass im örtlichen Telefonbuch nach der „Gewerkschaft der Angestellten“, der „Gewerkschaft der Eisenbahner“ und anderen, auch die Gewerkschaft Philippine aufgeführt wurde. Um Irritationen mit unseren Kunden zu vermeiden und da es steuerlich nicht von Nachteil war, ersetzte man einfach die Bezeichnung Gewerkschaft durch ein Kunststoffwerk.

Wenn es auch inzwischen eine Philippine Dämmstoffe  und eine Philippine Technische Kunststoffe gibt, trägt die Obergesellschaft bis heute den Namen Kunststoffwerk Philippine.